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3-Tage-Tour Kärnten Juli 2016

 


 

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Über uns

Wer oder Was ist der MCC?

Unter dem Namen Motor-Club Chur und Umgebung, genannt MCC, besteht seit 1928 eine Vereinigung von Motorradfahrern.
Der MCC ist als Sektion dem Landverband, Föderation der Motorfahrer der Schweiz-FMS angeschlossen.
Zur Zeit (Ende 2017) zählt der MCC 27 Mitglieder.

Mehr Informationen findest du hier.

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MCC 3-Tages-Tour Kärnten 15. und 17. Juli 2016

 


 

Die Reisevögel: Jürg, Marko, Phil, Guido G, Guido L, Reto, Marcel, total also 7 Teilnehmer.

 

Freitag 15.07.2016

 

Der Start ist wie immer, am Morgen recht früh, so um die 08.30 Uhr. Jürg verschiebt kurzfristig den Startpunkt wegen der Schlechtwetterfront, die sich ankündigt.
Wir treffen uns also nicht im gemütlichen Motel, nicht im Heideland zum wohlduftenden Kaffee, sondern zur Lagebesprechung draussen in der abgelegenen Ganda bei der Tankstelle. Guido L bestätigt die gute Idee, denn auch nach seinen Erkundigungen soll es in Davos so um 11.00 Uhr anfangen zu regnen. Der Regen könne sogar bis in Schnee übergehen. Nun sind die Strassen noch trocken, wir sollen uns also beeilen.

- Jürg und Guido haben sich verschätzt. Sie sollen das Wetter-App löschen, es taugt nichts! -

Ab dem Wolfgangpass sind ist die Strasse bereits nass, die Witterung sch.-kalt, die Aussicht sehr trüb. Wir hüllen uns in die Regenkombis.
Auf dem Flüela wird es noch schlimmer. Es wird kälter und kälter und es fieselt Schnee. Der fiese Schnee bringt sogar das Visier zum einfrieren. Mein Gedanke - hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt daheim zu bleiben?
Glücklicherweise bleibt die Strasse noch aper. Der Ofenpass ist dann nicht mehr gar so garstig, das Visier taut wieder etwas auf. Hinter der Schweizergrenze bei Sta. Maria wird die Strasse sogar richtig trocken. Wir machen eine Kaffeepause und wärmen auch unsere erstei… abgekühlten Glieder wieder auf. Der Kaffee duftet echt gut. Ich habe den ganzen Winter nicht so gefroren wie bei dieser Fahrt.

Nun zieht es uns zuerst ein bisschen durchs Südtirol, danach erreichen wir Österreich. Wir befahren ein recht langes Quertal, das kaum aufzuhören scheint. Am Nachmittag gibt es dann eine Pause.
In einem Strassenrestaurant nehmen wir das Dessert – ein Glacé (das Mittagessen haben wir verpasst).
Jürg macht hier die ersten Gedanken, seinen Vorderpneu zu wechseln. Es ist Freitag, es wäre heute noch möglich. Doch der Gedanken wird wieder fallen gelassen, denn wir wollen fahren.

So gegen Abend kommt als Krönung, der Nassfeldpass – der ist wirklich sehr genial. Auf der Passhöhe beziehen wir dann das einfache Hotel.
Die Fahrt auf der anderen Seite hinunter wäre so oder so gesperrt!

Das Abendessen ist gut, der Grappa danach schmeckt noch besser und das Eis im Restaurant nebenan schmeckt am Besten.
Die Wirtin erzählt uns, dass die Italiener den Pass auf der anderen Seite mit einem Betonblock gesperrt haben, anstelle die defekte Strasse zu reparieren. Sie als Gastronom verzeichnet deswegen eine empfindliche wirtschaftliche Einbusse. Daraufhin bestellen wir noch eine Runde Grappa.

 

 

 

Samstag 16.07.2016

 

Das Morgenessen ist …na ja. Der Jus riecht chemisch. Der Kaffee tropft von der Maschine neben die unterstellte Tasse. Auf jeden Fall schmeckt er wässerig und komisch. Nur die 10-Minuten Eier bekommen uns, mit Salz und Pfeffer, recht gut.

So, nun möchten wir abfahren. Doch Knitti sucht verzweifelt seine Wohnungsschlüssel. Wieso sucht er diese? Dies versteht niemand, die benötigt er doch erst wieder daheim, hier wollen wir fahren.
Er springt 2-3 Mal hinauf ins Zimmer und wieder hinunter zu seinen offen Motorradkoffern. …
Dann komme ich mit meinem Tankrucksack, möchte ihn auf mein Gefährt satteln und - entdecke am Magnet - seine gesuchten Schlüssel. Ach, wie ist der Mann er-leichtert.
So, dann los – nein, das geht nicht! Knitti sucht nun sein Portemonnaie. …

Etwas später befinden wir uns doch unten im Tal. Wir nehmen den Mittelanstich für einen Panoramaweg. Wir fahren hinauf und einmal eine Teilstrecke retour, dann hinunter, nochmals zum Mittelanstich, wieder hinauf und nach vorne, damit wir die ganze Passage geniessen können.
Aussenstehende werden dies nicht auf Anhieb nachverfolgen können, man muss dabei gewesen sein um es zu realisieren. Es ist so: Oben führt eine schmale Strasse, mit wirklich schöner Aussicht auf das Tal unter uns, dem Berghang entlang.

Wieder in der Zivilisation, in Lienz, sucht Jürg für sich einen Pneuhändler (der Gedanke ist also wieder hier). Wenn wir weiterhin recht fahren wollen, dann muss es sein … meint er. Doch, es würde ja nur ihn betreffen, wir können… Zum Glück passiert dies dem Präsi...

Während Jürg in einem Pneuhaus sein Gummi aussucht und genau begutachtet wie er montiert wird, sonnen wir uns draussen auf dem Rasen. Wir schauen auf zwei Dinge. Einmal dass wir das gesunde Vitamin D tanken, die Wärme geniessen und gleichzeitig auf die Pontiac‘s, die in Gruppen auf der Strasse mit tollem Sound vorbei donnern.

Dann endlich kann es weitergehen. Nach kurzer Zeit verspüren wir leichten Hunger. Nach einem Überholmanöver biegen wir rasch rechts ab in eine Landbeiz. Dies ist eine gute Wahl. Zum Mittagessen gibt es Haxen im Bier, knusprig gebraten, mit genügend Beilagen. Serviert von einer schönen, attraktiven Bedienung im Dirndl mit einem sehr feinen Stimmchen u grossem Bu.
Nach dem ausgiebigen Essen sind wir nur kurz auf der Strasse. Jürg bemerkt, dass ihm das Sauerkraut nicht gut bekommt. Er schaltet kurz danach einen Zwischenhalt ein und verschwindet an einem Örtchen. Wir glauben nun, dass ein Gewitter aufzieht – nein Fehlalarm – es rumpelt bloss im Häuschen.

Danach ist alles wieder im grünen Bereich. Es folgt ein genialer Spass. Auf der kurvenreichen, gut ausgebauten Strecke von Zoza bis zum Pass Vibric verfolgen uns einige KTM’s (zwei Villacher und einen Lienzer). Sie sind offensichtlich mit der Strecke vertraut. So gelingt es Ihnen, sich zwischen uns vor zu arbeiten. Jürg und mir ist die Strecke auch nicht ganz fremd, wir waren schliesslich vor Jahren auch schon hier. Das wird nun auch den KTM-ler klar (Keiner kommt an Jürg vorbei).

Wir halten erst zuoberst auf dem Vibric, bei schöner Aussicht wieder an. Vor dem Restaurant bemerken wir die starken Windböen. Ausserdem verheisst die Aussicht Richtung Kranjska-Gora wenig Gutes, schwer behangene, dunkle Wolken werden erkannt. Das darf doch nicht sein. Also, nur schnell einen Espresso und wieder los.
Hinunter um die vielen Pflasterstein Kurven und dann links, dorthin wo der Himmel wieder blauer ist.

Das Nachtessen erhalten wir am Fusse des Nassfeldpasses, in Tröpolach, bei milder Witterung, in einem schönen Gartenrestaurant. Dann im Dunkeln wieder hinauf zum Hotel. Dort noch 2 Runden Grappa, … etwas später suchen wir Müde die Zimmer auf.

Dieser Tag bleibt auf jeden Fall in guter Erinnerung.

 

 

 

Sonntag 17.06.2016

 

Beim Morgenessen wissen wir, wie wir uns zu verhalten haben. Brot, Butter, Wasser und Ei. Das genügt. Bezahlen (Knitti macht noch den Schlüssel-Check) und weg.

Wir nehmen noch einen schönen Pass und bereits dahinter sieht die Bewölkung bedrohlich aus. In der Nähe von Weissensee, vor Spittal an der Drau montieren wir auf freiem Feld die Regenklamotten. Über diese Entscheidung sind wir noch recht froh, dann es giess ab nun in Strömen. Wir nehmen die Autobahn Richtung Salzburg, dann Richtung München.

Wir werden drei Mal abgebremst durch echt lange Staus wegen Unfällen. Glücklicherweise hat es während dem wir im Stau stehen keinen Regen. Im Gegenteil, Nähe München wird es wieder warm, zu warm für das Staufahren.

Nach einem Halt in einer Autobahnraststätte, geht es zügig weiter Richtung Lindau. Schon viel zuvor leuchtet meine gelbe Benzinlampe. Ich riskiere es nicht, im Pfändertunnel stecken zu bleiben und gehe in Lindau eine Tankstelle aufsuchen. Nur Guido G bemerkt dies und folgt mir. Die Anderen sind zu weit vorne und wollen nur noch heim.

Wir treffen sie an diesem Tag nicht mehr wieder und verabschieden uns, nach x Versuchen, per Telefon.

Dieser Tag kann man aus dem Gedächtnis löschen. Viel Autobahn, Regen, Kälte, Stau, … nichts für Töfffahrer.

 

 

 

(mleu)

 

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