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3-Tage-Tour Französische Alpen Juli 2014

 


 

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Über uns

Wer oder Was ist der MCC?

Unter dem Namen Motor-Club Chur und Umgebung, genannt MCC, besteht seit 1928 eine Vereinigung von Motorradfahrern.
Der MCC ist als Sektion dem Landverband, Föderation der Motorfahrer der Schweiz-FMS angeschlossen.
Zur Zeit (Ende 2017) zählt der MCC 27 Mitglieder.

Mehr Informationen findest du hier.

Bewertung: 5 / 5

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3-Tage-Tour Französische Alpen, Freitag 11.07. bis Sonntag, 13.07.2014

 


 

Die Reisevögel: Jürg, Peter und Marcel.
Totale Distanz: 1‘825 km

 

1. Tag: 650 km

  • Reichenau
  • 1. San Bernardino-Tunnel 1600 müM.
    Via Locarno – Verbania – A-Bahn bis Asti - Savignano - Varzuolo
  • 2. Col Agnello 2744 müM
  • 3. Col de Vars 2111 müM
  • 4. Col de la Bonette 2802 müM
  • Übernachtung in St. Etienne de Tinée


Wir starten ab Reichenau (Lastwagenparkplatz) in strömendem Regen und ich denke – was mache ich da eigentlich, daheim im Bett wäre es viel angenehmer und komfortabler.
Doch als ich meine aufgestellten und trotzdem, oder gerade deswegen, lachenden Kollegen kurz begrüsste, sind nur noch freudige Gedanken da – und sofort wird durchgestartet.

Es herrscht viel Verkehr, vor dem San Bernardinotunnel sogar Stau. Wir überholen langsam, mit viel Geschick, ohne mit dem schwarzen Gummi die weisse ausgezogene Sicherheitslinie zu touchieren (also alles legal).

Nach dem Tunnel hat der Regen aufgehört, ab Raststätte Campognola ist der Himmel blau, die Strasse trocken und das Regenkombi wieder runter.
Jürg will auf Nummer sicher gehen und inspiziert den Strassenzustand noch bis zur Autobahnabzweigung Bellinzona. Dann geht es mit immer noch viel Verkehr dem Lago Maggiore entlang – Tankstopp vor der Grenze und eine entspannende Kaffeepause in Verbagna/Intra.

Es ist nach 12.00 Uhr, wir geniessen die wärmende Sonne, wollten jedoch um diese Zeit eigentlich bereits in der Gegend Torino sein. Das schaffen wir noch - irgend wann. Also geht es bald darauf auf die Autobahn Richtung Novara, Alessandria, Asti mit Tempo 130 +.
Dies zum Missfallen von Peter, denn seine Trippel dreht so zwei Stunden mit über 8‘000 U/min (Maximal auf der Anzeige steht jedoch 12‘000, also hätte er noch genügend Reserve).

Wir fahren an einem gekippten LKW vorbei und erhalten zuerst eine kleine, dann eine grössere Pause um 14.00 Uhr an der Raststätte Asti. Es folgt die Maut und die Autobahn-Ausfahrt. Kurz danach, der Zähler zeigt 250 gefahrene Km an, es muss dringend ein Tankstopp eingelegt werden, die Gixxer ist leer.
Fazit, die Trippel dreht sehr gerne hoch, und das noch mit wesentlich weniger Most als meine und Jürg’s 6-er!

Col Agnello 2744 müM Nun folgt eine zügige Überlandfahrt bis wir das Valle Varaita erreichen. Hier fängt das Töff-Herz noch höher an zu schlagen. Es folgt recht zügig der Col d’Agnello – doch bereits bevor die Steigung richtig beginnt, fängt es an zu regnen – «shit»! Peter und ich halten an, die Wolke über uns wird schwärzer, der Regen heftiger.
Wir streifen den dichten Kombi über und folgen Jürg, der anscheinend nichts gespürt hat. Schon 1.01 Km weiter wartet Jürg nach der 2. Kurve auf uns - sogar auf trockenem Belag. Die Regenfront haben wir bereits hinter uns gelassen. Er hatte anscheinend den besseren Riecher.

Col de Vars 2111 müM Col de la Bonette 2802 müM Nun geniessen wir den Agnello erst richtig, gefolgt vom Col de Vars und dem Col de la Bonette. Oben angekommen, der höchste Punkt der Tour, ist die Stimmung eindeutig. Das ist eine Kombination vom Feinsten! Kurven ohne Ende, gut ausgebaut, ohne Bitumen, ohne Kies und ohne Verkehr. Mehr Worte braucht es nicht. Die Zufriedenheit ist riesengross. Der Start im Regen und das Intermezzo ist mehr als kompensiert. Es wird so um die 20.00 Uhr sein, jedoch noch hell und schön mild. Auf der vorderen Seite drohende dunklere Wolken, die jedoch am Abend nur noch schwach aktiv werden.

Am anderen Fusse des Bonette, in St. Etienne de Tinée, finden wir ein sehr einfaches 1.5 Sterne Hotel mit drei Betten zu sehr günstigen Konditionen. Zum Abendessen gibt es eine wirklich knusprige riesengrosse Pizza, sie hängt allseits mindestens drei cm vom Tellerrand hinaus. Nach dem Dessert und nach einer kurzen Dorfbesichtigung geht es ins Zimmer - es ist eng und kalt.

 

2.Tag: 470 km

  • 5. Isola 2‘000, Col di Lombarde 2350 müM
  • 6. Col di Tende (Tunnel) 1279 müM
  • 7. Col de Turini 1674
    (Col St. Martin ?, unbekannt / kein richtiger Pass
  • 8. Col de la Cuillone 1678 müM
  • 9. Col de Walberg 1672 müM
  • 10. Col de Champs 2080 müM
  • 11. Col d‘ Allos 2250 müM
  • Übernachtung in der Nähe von Barcelonnette


Das petit déjeuner ist einfach, ohne Teller, dafür mit Serviette - doch es ist O.K. Um 09.00 Uhr starten wir die Aggregate und zischen los (nach kurzer Schlaufe in eine Sackgasse). Der Plan wäre gewesen, Peter den Gorges de Verdon zu zeigen, doch links zeigt der Pfeil nach Isola 2000. In der Mathematik gibt es die Grundregeln «Punkt vor Strichoperationen», bei Jürg heissen die Regeln anscheinend «Pass vor Hals», also links abbiegen.

Col di Lombarde 2350 müM Es ist schönes Wetter und es geht so spitzenmässig weiter wie am Vortag nach Isola, gefolgt vom Col di Lombarde. Hinunter im Tal Valle Stura vor der Stadt Borgo S. Dalmazzo (vor Cuneo), versuchen wir eine holprige Alpstrasse zu erklimmen. Es soll, laut Jürg, ein Tunnel nach Frankreich geben. Wandertouristen klären uns auf, hier ist es nur für Wanderer, nicht für Motorräder, ein Tunnel wollen wir gar nicht, wir wollen hier lediglich die schöne Aussicht und die Stille geniessen.

Für uns also 180° drehen und retour, am grossen Wellness-Hotel «Therme di Valdieri» wieder vorbei ins Tal. Vor der Stadt fängt es an zu nieseln. Wir machen Halt unter einem Vordach eines Einkaufmarktes und nutzen die Zeit, um Proviant für den Mittag einzukaufen; es ist ca. 11.30 Uhr.
Während dem Weiterfahren auf der Schnellstrasse erkennen wir, dass es vorhin recht ergiebig geregnet hatte. Die Strasse ist noch mit mindestens einem cm Wasser gefüllt (also in der Höhe, nicht in der Breite). Doch, als der Tende anfängt zu steigen, trocknet auch der Untergrund und wird griffig. Dies ist auch nötig, denn Jürg muss sich als Gruppenleiter beweisen. Drei italienische möchtegerne Jürg’s mit Duc, Gixxer und KTM versuchen ihm den Lead zu entreissen. Doch es macht echt Spass, den Tende mit den langgezogenen Kurven hoch zu bolzen. Nur die Duc hat Jürg knapp geschafft, die Andren haben kapituliert und bleiben dann an «dritter» Stelle.
Col di Tende (Tunnel) 1279 müM Oben müssen wir genau 30 Minuten auf die Öffnung des Tunnels warten. Wir kontrollieren vor den Carabinieri, die ihrer Pflicht nicht nachkommen, den Italiener-Rasern ihre Reifenprofile, wo sie überhaupt noch vorhanden sind. …

Col di Tende Ein deutsches Paar möchte von uns wissen, ob es keinen Passübergang hier gibt? Wir erklären ihnen sehr detailliert, wie der Pass auf der französischen Seite aussieht, schlimmer als ein Bachbett. Doch mit ihrer Pan müsste es gerade noch gehen (wir hatten schliesslich vor Jahren unsere Geräte dort auch schon geschunden).
Sie bekommen sichtlich etwas Angst und kapitulieren mit schlotternden Knien. Später, auf der anderen Seite wollen wir es doch auch selber wissen, wie und ob der Tendepass noch zu bezwingen sei. Schon die Ersten paar Meter sind mit Tannenzweigen übersät, verziert mit einer grossen runden Tafel. Peter streikt sofort, obwohl das Strässchen danach erstaunlicherweise recht gut geteert ist. Ich muss ihn mit einem Geschenk, einem Getränk, für die Wartezeit etwas beruhigen. Nun versuche ich den Aufstieg ebenfalls, bis mir Jürg auf halber Strecke wieder entgegenkommt. … Kein Reiz mehr – Strasse schmal aber ok.

Wespe Nach dem Abstecher findet Jürg auf der regulären Strasse, etwas vor dem Gorge de Saorge, um ca. 13.30 Uhr, einen Pick-Nick Platz. Er kann Peter mit einem belegten Brot definitiv wieder beruhigen – alles wieder paletti.
Als Revanche ladet uns Peter bei der zweiten Pause um 18.00 Uhr zu Kaffee und Backwaren ein. Davor nehmen wir den Turini, mit sehr rauen, groben aber griffigen Belag. Jürg scheint dies zu gefallen, er fuchtelt einige Male mit der Hand auf Visierhöhe, dann sehen wie ihn nicht mehr, er zischt ab wie eine wilde Wespe. Apropos Wespe – die zeigt er uns später tot im Helm! Die Leiche entfernt ging’s weiter zum Col. de St. Martin, entlang den roten Felsen.

Auf dem Col de Champs muss wieder der Regenkombi übergestreift werden. Beim Allons ist die Strasse zwar noch nass, doch der Himmel wieder blau. Irgendwo auf der Talfahrt wird Jürg von einem untermotorisierten Renault überholt. Missfallen und Erinnerung an den Morgen stellt sich augenblicklich ein … bis er ihn wieder hat. Dann folgt ein abrupter, scharfer Bogen nach rechts auf einen löcherigen, holperigen Feldweg.
Jürg stellt seine 6-er sofort auf «Federkomfort Ackerstrasse» ein und hängt uns von Neuem erbarmungslos ab. Dies aber nur, weil wir leider keinen solchen Schalter an unserem Gefährt vorfinden können. Wir treffen ihn eine ganze Weile nicht wieder und entledigen uns in der Zwischenzeit vom Regenkombi.

Wieder beisammen finden wir in der Nähe von Barcellonett ein freundliches Hotel mit Garage für die Töff‘s. Wir erhalten ausnahmsweise auch nach 21.00 Uhr noch ein Nachtessen, was wir wirklich schätzen.

Ein gesprächiger Belgier gibt uns noch seine Erfahrungen weiter und nennt uns eine sehenswerte Schlucht in der Nähe.

 

3.Tag: 705 km / 10.5 Std. Fahrzeit (= 67.1 km/h)

  • Col di ??? (bei Queyras) unbekannt / kein richtiger Pass
  • 12. Col d‘ Izoard 2361 müM
    Briançon, Col du Lautaret, 2058 müM
  • 13. Col du Galibier 2642 müM
    Lanslevillarde, Tankstop
  • 14. Col d‘ Iseran 2770 müM
  • 15. Col du Petit St. Bernard 2188 müM
  • 16. Grosser St. Bernhard 2469 müM
  • 17. Furka 2429 müM
  • 18. Oberalp 2044 müM


Um 09.00 Uhr, nach einem einfachen petit-déjeuner und sobald Peter seine gestohlenen Pflanzen zurecht gestutzt hat, starten wir. Fotohalt in der impossanten Schlucht der Empfehlung von gestern.

Barcellonette Dann hinauf zur Staumauer und auf der anderen Seite dem «Lac de Serre Poncon» auf zügiger Strasse entlang. Dem Fluss Durance und Guil folgend zum Col d’Izoard.
Dieser fühlt sich holperig, jedoch ganz ordentlich an. Doch eine richtige Plage sind die Velofahrer, wie Ameisen treten sie auf und nehmen uns von der schmalen Strasse auch noch was weg.

 Col du Lautaret, 2058 müM Nach Briançon folgt der Col de Lautaret gefolgt vom Col de Galibier. Hier, um ca. 11.00 Uhr gibt es den Ersten Halt. Jürg fällt sofort in grosszügigen Kaufrausch für seine Enkel, ca. 1 Std. lang. Nach 2-3 maligem Bitten, er solle nun freundlicherweise auch wieder kommen, bemerkt er nicht, dass in der Zwischenzeit eine ganze Horde Harleys den Parkplatz versperrt hatten und nach 30 Min. wieder weggedonnert sind.

Stausee Beim Hinauffahren der Reststrecke sind auch wieder die Fotografen (Griffephotos) an der Arbeit. In Lansleville wird nochmals aufgetankt. Dann zischt es entlang dem Gorge de la Lenta auf den Col. d‘ Iseran. Die Plage hier sind Wanderer, wiederum wie Ameisen. Hier oben montieren wir vorsorglich den Regenkombi. In Val d’Isére nieselt es tatsächlich.

Bei Bourg St. Maurice folgt der Col de petit St. Bernhard – zügig und trocken. Wir fahren um ca. 18.00 Uhr am Hotel Relais Villards in Seez vorbei, das jeweils als Tages Etappenziel, von der Schweiz her gilt. Oben, um 15.00 Uhr geniessen wir ein gutes Sandwich mit der Sicht zum Wolkenverdeckten Mont Blanc.

Col d‘ Iseran 2770 müM Wieder unten, In Pré de Didier, trennen wir uns. Peter versucht es auf der Hauptstrasse weiter, während wir die schnelle Autobahn bis Aosta benutzen. Dann zügig hinauf auf den Colle del Gran San Bernardo. Oben schnell ein Foto der Tafel und weiter. – Doch halt, ich habe einem aufwärts dröhnenden Biker beinahe den Weg abgeschnitten, will mich entschuldigen und blicke zu … Peter! Wie hat er das so schnell geschafft?!

Ab hier fahren wir wieder gemeinsam das Val Entremont hinunter auf die Autobahn bis zum Tankstopp mit Glace in Sierre um 19.30 Uhr. Der Regenkombi wird demontiert, wir benötigen ihn erst wieder in Brig.

Beim nächsten Stopp in Ilanz um 21.30 Uhr verabschieden wir uns. Es ist immer noch anständig hell und seit dem Grimsel wieder trocken. In Chur komme ich um ca. 22.00 Uhr an, gehe nicht mehr Tanken, denn es nieselt bereits wieder leicht.

Zur allgemeinen Info, die Gesässfläche und die Handgelenke werden noch leicht wahrgenommen und Müdigkeit stellt sich langsam ein.

 

Total 18 zählbare = “richtige” Pässe / 1825 km.

 

Nachtrag zum Freitag, für Knitti: Der zweite Platz blieb eine längere Zeit leer, bis ein deutscher BMW-Driver die Lücke nutzt und den Platz besetzt und Jürg partout nicht überholen will.

 

MCC, ML/PS

 

 

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