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11-Tage-Tour nach Kroatien Juni 2011

 


 

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Über uns

Wer oder Was ist der MCC?

Unter dem Namen Motor-Club Chur und Umgebung, genannt MCC, besteht seit 1928 eine Vereinigung von Motorradfahrern.
Der MCC ist als Sektion dem Landverband, Föderation der Motorfahrer der Schweiz-FMS angeschlossen.
Zur Zeit (Ende 2017) zählt der MCC 27 Mitglieder.

Mehr Informationen findest du hier.

Bewertung: 5 / 5

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11-Tage-Tour nach Kroatien vom 2. bis 12. Juni 2011

 


 

1. Tag - Hinfahrt nach Kaprun


Bei eher kühlem aber sonnigen Wetter trafen wir uns beim Rastplatz Heidiland zur diesmal volle 11 Tage dauernden ‚grossen‘ Tour nach Kroatien. Mit dabei waren heuer die folgenden abenteuerlustigen Mitglieder von unserem Club: der Präsi und Leithammel Jürg aus Felsberg, dann Marcel aus Chur, Marko ‚Knitti‘ aus Campliun, ferner Guido aus Zizers und auch Guido aus Maienfeld, sowie der frischvermählte Thomas aus Ems und meine Wenigkeit aus Felsberg.

Auf dem Weg in Richtung Salzburg ging es vorerst auf den Arlberg wo wir kurz danach eine Kaffeepause einschalteten um die kalten Glieder aufzuwärmen und die üblichen ‚Geschäfte‘ zu erledigen. Unser ausgehungerter Marko gönnte sich hier bereits ein vorgezogenes Mittagsmenu, kam aber nicht an seine Fritten, weil diese brüderlich unter allen aufgeteilt wurden.
Am Eingang des Ötztales bogen wir zum Kühtai-Sattel ab und erreichten bald einmal ‚hintenrum‘ Innsbruck. Ab auf die Bahn bis Jenbach wo uns das Zillertal willkommen hiess. Vor dem Anstieg zum Gerlospass gab es nun auch für alle anderen die Mittagsrast. Vor lauter Fliegen verscheuchen kamen wir kaum zum Essen und der Kaffee-Genuss hielt sich auch in Grenzen, war dieser doch leicht ‚versalzen‘.
Danach wartete noch die letzte Etappe – der Gerlos mit den eindrücklichen Krimmler Wasserfällen. Nach dem Fotohalt hinab ins Tal und flugs trafen wir schon in Kaprun ein. Das JUFA Hotel bald einmal gefunden und die sehr sauberen und grossen Zimmer bezogen. Es blieb uns vor dem Abendessen noch genügend Zeit um die dort gerade stattfindende grosse BMW Ausstellung aufzusuchen wo wir bei Sonnenschein den Apéro im Festzelt genossen. Das ABS bei Guidos Maschine konnte hingegen nicht repariert werden. Der Ausgang in Kaprun, das ja ein bekanntes Wintersportzentrum ist, war um diese Jahreszeit eher ein Flopp aber wir kamen doch noch zu unserem wohlverdienten Bier.

 

2. Tag - Grossglockner –Tarvisio – Slowenien Kranj


Nachdem alle Töffs wieder gesattelt und getränkt waren ging‘s bald einmal bergan auf die mit Spannung erwartete Fahrt in Richtung Grossglockner, eines der Bikerparadiese schlechthin. Leider war uns Petrus noch nicht so gut gesinnt, Wolken und später sogar ein wenig Nieselregen trübten die Sicht und Aussicht. Trotzdem erklommen wir den Pass und danach den Abstecher zum Gletscher in Windeseile, bevor der grosse Touristenstrom ansetzte.
Über den Nassfeldpass ging‘s Richtung Italien wo Jürg um die Mittagszeit ein schön gelegenes Ristorante entdeckte wo wir uns dann auch ausgiebig verpflegten.
Der Nieselregen hatte inzwischen ganz aufgehört. Die letzte Etappe des Tages führte uns durch die julianischen Alpen auf vermutlich dem schönsten Teil von Slowenien via Kranska Gora nach Jesenice und Kranj zu unserem im voraus reservierten Nachtlager im Hotel Jagodic. Wie dieses Hotel zu seinen 3 Sternen kam ist mir ein Rätsel. Nun ja das Bier war gut und billig und zum schlafen hatten alle ihr eigenes Bett. Alles andere lassen wir mal unerwähnt - aber meine Bewertung für dieses Haus fiel im Internet den Tatsachen entsprechend aus.

 

3. Tag - Istrien – Postojna – Pula


Nachdem wir die vom nächtlichen Regen arg nassen Sättel kurz trocken gelegt hatten, machten wir uns schleunigst weg aus der nicht wirklich schönen Gegend um Lubljana und fuhren weiter Richtung Süden wo wir bald einmal in Postojna bei den Tropfsteinhöhlen ankamen. Die Sonne hatte uns inzwischen ziemlich eingeheizt so dass wir froh waren unsere Bikes im für diese reservierten Zelt zu parken.
Die Fahrt zunächst mit der ‚Eisenbahn‘ in die mehrere Kilometer lange riesige Tropfsteinhöhle hinein und danach die nochmals ausgiebige Wanderung bergauf und bergab gab uns einen Einblick in eine wunderbare Welt wie im Märchen. Durch die raffinierte indirekte Beleuchtung kommen die verschieden Farben und Formen der riesigen Sinterfiguren aber auch ganz feinen Säulen so richtig zur Geltung. Die Fotos geben nur einen kleinen Eindruck davon wie es in Wirklichkeit ist.
Noch beindruckt von der ‚Unterwelt‘ trafen wir wieder bei unseren Motorrädern ein, die wir wohlbehalten im Zelt vermuteten. Doch oh Schreck !!! Was war passiert. Bei Marcel, mir und einem weiteren Biker waren zwischenzeitlich die Helme von den Motorrädern verschwunden. Zuerst glaubten wir an einen Scherz und suchten im ganzen Zelt herum – einfach nichts - was war zu tun ? Die Parkwache alarmierte die örtliche Polizei, die dann auch bald eintraf. Natürlich konnten die auch nichts anderes tun als den Fall aufnehmen und erklären dass ein Wiederauffinden der Helme sehr unwahrscheinlich sei, was auch uns schon lange klar war.
Es war inzwischen Samstagnachmittag und die einschlägigen Geschäfte geschlossen – AUSSER – Jürg hatte die glorreiche Idee sich in einem der Supermärkte ausserhalb der Stadt umzusehen, ob die irgendwelche ‚Töpfe‘ sprich Rollerhelme anzubieten hätten. Und tatsächlich fand er 3 Stück – genauso viel wie wir brauchten. Besser diese als gar nichts – flugs erstanden und damit konnte es weiter gehen Richtung der Küste von Istrien und damit nach Kroatien. Einige schöne Städtchen wie Porec und Rovinj luden zum verweilen, wir wollten aber weiter bis Pula.
Dort fanden wir ein am Hafen gelegenes Hotel aus der K&K Zeit mit Jahrgang 1906. Nun denn das Haus hatte sicher schon bessere Zeiten erlebt, es war aber trotzdem alles in allem sehr grosszügig und originell eingerichtet. Müde vom langen Tag beschränkte sich der übliche Ausgang auf eine Runde durch die Stadt.
Nur unsere beiden Rookies blieben etwas länger hängen.......

 

4. Tag - ab auf die Insel – Cres – Mali Losinj


Nach dem z‘Morga auf der kühlen Terrasse des ‚Grand Hotels‘ ging‘s bald einmal der Ostküste Istriens entlang zum Fährhafen Zagore wo wir auf die Insel Cres überschifften. Auf dieser langgezogenen Insel gibt es nur eine Hauptstrasse – mittendurch – die es aber in sich hat. Weit und breit keine Dörfer ! Was das für uns bedeutete, können sich andere Biker in etwa vorstellen.
Nach dem Picnic unter schattigen Pinien beim Hauptort Cres fuhren oder besser flogen wir zur Südspitze der Insel nach Veli Losinj wo wir im Hotel Punta eine schöne temporäre Bleibe fanden. Unterwegs fragten wir uns, wer denn von uns beim letzten Tanken so gekleckert habe, dass uns immer wieder eine nach verbrannten Sprit und Öl riechende Wolke um die Nasen wehte?? Das Rätsel löste sich beim Parkplatz – und Schreck lass nach ! Bei der ST von Guidos BMW fehlte die hintere Radmutter ! Dadurch hatte sich der Zahnriehmen in die Schutzabdeckung eingefressen und diese richtiggehend verbraten ! Daher der feine ‚Duft‘ !
Damit weiterfahren war unmöglich – ja gar lebensgefährlich. Nach diversen Telefongesprächen stand fest – es gab nur eine Lösung - mit dem Abschleppfahrzeug zur nächstgrösseren BMW-Niederlassung und die war – in Triest ! Am folgenden Morgen kam dieser Kleinlasti tatsächlich und unser Guido mit der ST musste uns für eine Weile verlassen. Wink, Wink !!
Zuvor gab es aber noch eine sehr interessante Begegnung auf der Hotelterrasse ! Mit seiner grossen BMW kam kurz zuvor Helmut aus dem fernen Hamburg angereist. Bald einmal stand fest, es musste sich doch tatsächlich um Helmut Werner Röerrrr alias Werner Beinhart handeln. Nach seinen Erzählung gab es für ihn nur eines, Hahnen auf und im Dauertempo mit 250 km/h Sachen am Stück von Hamburg nach Kroatien. Dabei schonte er auf wundersame Weise seine Reifen, denn die sahen auch nach 10td km noch wie neu aus. Er muss also doch tatsächlich fliegen können – oder wer weiss – es gibt ja auch Fernzüge, die vorzugsweise über Nacht von Hamburg in den Süden rollen? Vielleicht fährt ja dieser Zug zeitweise um die 250 km/h ??? Jedenfalls erlebten wir zusammen mit Helmut Werner einen sehr geselligen Abend und bekamen von ihm einige recht interessante Geschichten zu hören.

 

5. Tag - Krk – Rijeka/Motodrom – Senj


Nachdem wir Guido am frühen morgen verabschiedet hatten, war es auch für uns an der Zeit aufzubrechen. Es gab noch andere technische Probleme zu lösen, und jetzt war genau der richtige Zeitpunkt diese anzugehen. Bei zweien unseren Kollegen, die hier nicht genannt werden wollen, waren jeweils einer der Pneus ziemlich am Ende. Vermutlich sind diese beiden kurz vor der Abreise zu Hause einfach noch zu heftig um die Bündner Kurven gewetzt, dass es zu diesem plötzlichen Aus kam. Nun so was soll nicht mehr vorkommen – versprochen !
Nun denn sooo einfach war es in diesem Lande nicht zu neuen Töffpneus zu kommen. Wenn wir nicht zufällig erfahren hätten, dass es in Rijeka eine Rennstrecke mit diversen Einrichtungen gäbe, wäre es damit vermutlich nichts geworden. Also ging‘s in Etappen zurück zum Festland. Diese Strecke führte zunächst mit der Fähre nach Krk, der grössten Insel von Kroatien und danach hinüber in die Gegend von Rijeka und schliesslich fanden wir den Kurs bei Grobnik. Dort war mächtig was los. Porsches, Lotus, BMW’s und andere Rennboliden versuchten alles aus ihren Motoren rauszuholen. Für ‚action‘ war also gesorgt.
In der Zwischenzeit haben wir für die erwähnten Maschinen neue Pneus bei der Racingwerkstätte geordert und flugs waren die aufgezogen. Sogar die ‚lahmende‘ Batterie von meiner Zetti wurde getestet und für untauglich erklärt. Also wurde auch diese ausgetauscht. Schliesslich konnte ich auch noch den 2 Tage zuvor erstandenen ‚Römer‘ gegen einen echten Suomi eintauschen – der Abstecher nach Grobnik hatte sich aus meiner Sicht echt gelohnt. Die Fahrt konnte also weitergehen. Aber ... wo blieb unser lieber Guido ? Er sass immer noch in Triest fest. Das Teil war nicht vorhanden und musste zuerst ‚eingeflogen‘ werden. Also musste Guido einen weiteren Tag in Triest verbringen.
Derweil brachen wir in Richtung Süden auf. Die von Jürg gewählte Strecke führte uns durch eine ländliche, man könnte fast sagen gottverlassene Gegend im Hinterland von Kroatien. Es musste zuvor stark geregnet haben, denn in und hinter vielen der Kurven lauerten gemeine Kiesbänke. So schlug selbst unser Jürg ein fast ungewohnt gemütliches Tempo an und kurvte sehr vorsichtig um die Ecken. Gegend Abend erreichten wir das Städtchen Senj, wo wir ein pikfeines Hotel direkt im Zentrum am Strand fanden.

 

6. Tag - Senj – Plivitzer Seen – Zadar - Bibinje


Bei prächtigem Sonnenschein machten wir uns vorerst der Küste entlang weiter auf in Richtung Süden. Bei Sveti Juraj zweigten wir wieder ins Landesinnere ab vorbei an Otocac, wo wir in die Gegend der Plivitzer Seen kamen. So nah dran mussten wir die Chance packen und den Abstecher dahin wagen. Dass wir in einer von Touristen bevorzugten Gegend waren, merkte man an den vielen Autobussen aus aller Herren Länder.
Nun auch wir mischten uns in unseren dicken Bikerklamotten unter die Touris und wanderten bald einmal über Treppen, Stege und Brücklis zu den eindrücklichen Wasserfällen, Felsen und tiefblauen Seen. Gerne hätten wir was Kleidung angeht mit anderen getauscht, aber was soll‘s, als Biker ist man heisses Wetter gewöhnt und so schwitzten wir eben mal beim ‚wandern‘. Auch die Fahrten mit den Autozüglis genossen wir ausgiebig bevor wir mit einem der Elektro-Schifflis den grossen See überquerten und Richtung Parkplatz zurück steuerten. Spuren von Winnetou und Old Shatterhand fanden auch wir hingegen keine.

Inzwischen meldete sich Guido telefonisch, dass seine BMW wieder repariert sei. Als Treffpunkt wurde Maslenico unweit von Zadar abgesprochen. Somit blieb uns noch Zeit in der Gegend rumzukurven derweil Guido auf der Bahn von Triest auf schnellstem Weg Richtung Zadar fuhr. Dabei musste er scheinbar mehrere Gewitterfronten durchqueren, von denen wir weiter südlich überhaupt nichts mitbekamen.
Nach der glücklichen Wiedervereinigung der Gruppe musste nur noch ein Nachlager gefunden werden. Südlich von Zadar in Bibinje fand Jürg ein direkt am Meer gelegenes wirklich schönes Hotel – alle Zimmer mit Meersicht ! Zu sehr später Stunde genossen wir noch ein feines Nachtessen, bevor wir uns nach diesem langen Tag in die Gemächer verzogen. Die Nachttruhe wurde uns allerdings durch ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner arg vermasselt.

 

7. Tag - Zadar - Trogir – Dubvronik !


Nachdem wir am frühen morgen unsere durchnässten Bikes und deren Sättel einigermassen trockengerieben hatten, machten wir uns auf den Weg nach Dalmatien. Gespannt waren wir auf die von Prospekten bekannten schönen alten Städtchen. Dabei hatten wir wieder einmal Glück. Entkamen wir doch auch diesmal wieder einer Gewitterfront, so dass wir auch diesmal die Regenkombis im Gepäck lassen konnten.
In Trogir einem wunderschönen Städtchen an einem schmalen Meeresarm gelegen, legten wir einen kurzen Halt ein. Nach einer kurzen Kaffeepause noch rasch einen Blick in die Altstadtgassen und schon mussten wir weiter unserem Tagesziel entgegen – Dubvronik ! Jürg hatte es besonders eilig und weil seine BMW immer etwas mehr Saft bunkern konnte als unsere Gefährte, mussten wir und unsere Bikes unterwegs zur Tränke derweil er etwa 50 km weiter auf uns warten musste.
Die einzige Strasse auf dem Landweg führt über BiH = BosnienundHerzogowina. Eine spannende Sache aber wie auch andernorts üblich, wurden wir brav aussehenden Biker einfach weiter gewunken.
Kurz vor der Stadt Dubvronik gibt es bei der grossartigen Brücke einen klasse Aussichtspunkt zum Hafen und der weiteren Umgebung der Stadt. Nette Touristinnen aus Fernost bewunderten dabei unsere Bikes und schwups sass eine auch schon auf der Maschine von Jürg, die sei die ‚Schönste‘ wie sie meinte. Die Suche nach einer Bleibe war dann nicht ganz so einfach, wollten wir doch wie viele andere auch, nicht allzuweit von der antiken Altstadt logieren.
Nach einigen Runden durch die vielen Einbahnstrassen fanden wir das Hotel Lero, ein grosses Stadthotel das wirklich einen ausgezeichneten Eindruck hinterliess und jederzeit zu empfehlen ist. Nach der gewohnten Apéro-Runde konnten wir zu Fuss die Altstadt aufsuchen. Was uns da erwartete war wirklich voll der Hammer. Die meisten von uns kamen aus dem Staunen nicht heraus. Die heraus geputzten Herrschaftshäuser und sauberen, plattenbelegten Gassen, Geschäfte und nicht zuletzt schöne Gartenbeizen und Terrassen.
Während dem späten Abendessen wurden bei einigen die Gerichte zunehmend kalt, musste ‚Mann‘ doch staunend den mit ihrem Hintern wackelnden hochgestöckelten Ladies ausgiebig hinterher liensen. Auch Knitti kam dabei noch zu einem heissen Erinnerungsfoto, das er sicher gut aufbewahren wird. Müde vom langen Tag liessen wir uns mit dem Nachtbus zum Hotel zurückfahren.

 

Tag 8. - Vs. Jure – Split – Barbat auf Rab


Die Entscheidung nicht mehr weiter Richtung Albanien zu fahren, fand eindeutigen Anklang. So machten wir uns wiederum auf zurück nach BiH, wo wir an der Grenze mit einem ganzen Tross Porsches zusammen trafen. Wir wiederum durchgewunken, was bei den Porsches nicht so ganz der Fall war. Jedenfalls kam es danach zu einigen rassigen Verfolgungsfahrten zwischen uns und den schnellen Boliden. Keine Frage wer am Ende ‚siegte‘ – die ‚Andern‘ gaben irgendwann einfach auf und wir hatten die Strassen wieder für uns frei.
Nach einer der üblichen Aufholjagden von mir, wurde ich kurz danach von der Rennleitung angehalten und musste wie tags zuvor schon Marcel einen kleinen Obolus an den Staat abliefern. Der Postenjunge hatte dabei offensichtlich etwas erbarmen mit mir meinte er doch, dass ich noch Glück hätte, nur 3 km/h mehr und es hätte mich das Doppelte gekostet .
Bei Makarska bog Jürg wie geplant ab in Richtung Vs. Jure. Nun ja, Bergstrassen fahren sind wir Bündner ja gewohnt, also warum nicht auch dort hinauf. Unterwegs gab es auf der Fahrbahn KM-Markierungen. Zuerst dachten wir – aha noch so und soviel km bis oben. Denkste – die KM- Angaben zählten aufwärts statt rückwärts – am Ende waren es 23 km reine Bergstrecke mit sauengen Kurven, steil und schmal und der Wegrand zumeist abgrundtief – wow !
Aber der Krampf hatte sich gelohnt. Die Rundumsicht auf dem höchsten Berg in der Gegend 1762 ü.M. war einfach grandios - zu beiden Seiten - meerseitig und landeinwärts. Nur die Temperaturen waren alles andere als gemütlich. Jedenfalls blieben wir nicht lange oben denn unser Tagesziel lag noch in weiter Ferne. Zurück in Makarska zweigten wir bald einmal ab auf die Bahn und liessen es angasen, Die Städte Split, Sibenic, Zadar mussten links liegen bleiben.
Die letzte Etappe von Masleniko nach Jablanac dann wieder in der wunderschönen aber arg ‚blendenden‘ Abendsonne dem Meer entlang. Beim Eindämmern erreichten wir die Fähre wo wir nach Rab rüberschippern wollten. Jürg machte kurz einen Deal mit dem Fährmeister im Kabäuschen und schon hatten wir für die beiden kommenden Tage ein Quartier. Meiner Meinung nach gar keine schlechte Wahl !
Bei Vinka Kastelan und ihrem Mann hatten wir in ihrem B&B-Haus in Barbat fast so etwas wie Familienanschluss. Somit erfuhren wir bei den abendlichen Gesprächen noch das eine und andere über Land und Leute und sogar etwas Geschichte.

 

Tag 9. - Erholungstag auf Rab


Am vermutlich wärmsten Tag unserer Tour machten wir voll auf Touris.
Gegen Mittag machten wir uns nur mit Helm und Jacke bewehrt auf die kleine Insel zu erkunden. Vorerst eine kulturelle Tour in Rab Stadt, die schön auf einem Hügel gelegen viele Sehenswürdigkeiten bietet. Danach eine kurze Ausfahrt an die Strände der Insel wo wir auf der Südseite einen geeigneten Flecken zum Baden fanden.
Mit Bade- oder sonstigen Undies an suchten wir das kühlende Nass auf und hatten unseren Spass dabei. Derweil andere sich im Schatten erholten und tief ins Glas schauten oder die Eisdiele aufsuchten.
Den Abend verbrachten wir vom Sonnenuntergang bis zu später Stunde ganz gediegen im Grillrestaurant am Meer in Barbat. Eine unglaubliche Geschichte was uns der junge Typ vom Restaurant dabei noch auftischte – wenn es denn auch wirklich so war ??!

 

Tag 10. - Rab - Triest – Venedig – Lago d‘Idro


Fertig Ferienstimmung – es kam der Tag wo es galt die endgültige Heimreise anzutreten.
Früh Morgens an der Fähre liessen sich die ‚Beamten‘ in ihrer Pause nicht stören und liessen uns vor der Fähre in der bereits recht heissen Sonne brüten. Danach ging‘s wiederum der Küste entlang bis Rijeka wo wir auf die Bahn abzweigten. Vorerst im gemütlichen Vorstadttempo um die Region herum und bald einmal war Bahn frei bis nach Slowenien wo wieder auf Landstrassen wechseln mussten.
Bei Triest hiess es Ticket ziehen und ab auf die Bahn. Vorbei an den bekannten Badestränden in der Bucht von Venedig nach Padua, Vicenza bis wir schliesslich in der Nähe von Verona die Ausfahrt Desenzano in Richtung der bergamasker Berge nahmen.
Unsere Vorderleute nervten sich an den vielen Blechpolizisten, mussten sie doch immer höllisch aufpassen jeweils das Tempo dort anzupassen. Wir weiter hinten mit unseren Nakeds machten uns weniger draus, indem wir das Tempo dem lästigen Gegenwind anpassten und uns von den italienischen Geigerzählern gar nicht erst in Verlegenheit bringen liessen.
Am Lago d‘Idro schlugen wir ein letztes mal unser Nachlager auf. Das Hotel direkt am See war im einfachen Stil gehalten aber ganz gemütlich und so war die Stimmung entsprechend locker.

 

Tag 11. - Croce Domini, Bresolana, Zambola, Pso SanMarco und, und .... – Splügen - Chur


Nachdem es am Abend noch kurz geregnet hatte, brachen wir am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein auf in Richtung Veltlin/Graubünden.
Über den Croce Domini, wo uns ein Biker mit wilden Armbewegungen entgegenkam, der vermutlich durch einen Kollegen gerade um eine Erfahrung reicher geworden war, ging‘s nach dem Kaffeehalt hinunter nach Breno, wo wir bald einmal zum 1. Mal auf dieser Tour doch noch in die Regenkombis steigen mussten.
Nach dem ausgiebigen Mittagsmahl fuhr uns Jürg in seiner traumwandlerischen Sicherheit über den Bresolana, den Zambola und schliesslich über den Pso SanMarco voraus bis wir am späten Nachmittag endlich Chiavenna erreichten.
Nun wartete bloss noch der Splügenpass um in die heimatlichen Gefilde zu gelangen. Nach der üblichen rührenden Abschiedszeremonie beim Anschluss Reichenau, machte sich jeder auf die letzten Kilometer Heimweg, um dort vom Erlebten zu berichten.

 

Fazit:


eine recht lange Tour, die für die Meisten von uns in eine gänzlich unbekannte Ecke von Südosteuropa führte.
Wir erlebten zusammen viele wunderschöne Tage und lustige Momente und selbst das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.
Also eine alles in allem eindrückliche, unfallfreie und schon deshalb gelungene Tour, die sicher keiner von uns missen möchte.

(cweb)

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