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7-Tage-Tour nach Sardinien Mai 2009

 


 

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Über uns

Wer oder Was ist der MCC?

Unter dem Namen Motor-Club Chur und Umgebung, genannt MCC, besteht seit 1928 eine Vereinigung von Motorradfahrern.
Der MCC ist als Sektion dem Landverband, Föderation der Motorfahrer der Schweiz-FMS angeschlossen.
Zur Zeit (Ende 2017) zählt der MCC 27 Mitglieder.

Mehr Informationen findest du hier.

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7-Tage-Tour nach Sardinien vom 24. bis 31. Mai 2009

 


 

Tag 1:

am Sonntag nach Auffahrt ging’s endlich auf die lang erwartete ‚grosse’ Tour nach Sardinien.

Nachdem Bea und Peter aus dem Fürstenland (SG und TG) eingetroffen waren, starteten wir gemächlich mit 14 Mann/Frau auf 10 Maschinen in Richtung Lenzerheide-Julier-Bernina-Puschlav.
Die letzen Wolken machten mehr und mehr der wärmenden Sonne Platz und so schalteten wir auf dem Bernina Hospiz bei angenehmer Temperatur den 1. Halt ein.


Nach dem üblichen Tanken vor der Grenze führte uns der Weg vom Veltlin nach Aprica zum Mittagshalt. Danach weiter Richtung Edolo und Breno und schliesslich nach Lòvere am Lago d’Iseo, wo alle gerne ein Schattenplätzchen aufsuchten, weil es inzwischen sehr heiss geworden war.

Auf der felsigen und deshalb kühlen Westseite des Sees fuhren wir zu unserem 1. Etappenort in Clusane . Das Hotel liegt wie die Häuser in Venedig direkt am bzw. im Wasser. Das spürten wir alle in der darauffolgenden Nacht, als ein Föhnsturm das Wasser lautstark an die Mauern peitschte.

Tag 2:

Nachdem wir das Gepäck wieder aufgesattelt hatten, ging’s im Schnellzugstempo auf der Bahn von Brescia nach Piacenza, wo wir die Autobahn wieder verliessen um in die Hügel des Apennins zu gelangen.

Auf ruhigen Nebenstrassen erreichten wir bei Travo eine ‚Chauffeur-Beiz’ , die Jürg von früher kannte.
Auf der kühlen Terrasse genehmigten wir uns einen wohlverdienten Imbiss. Hier kam es zum 1. kleinen Vorfall, als unsere Bea ihre R1 beim Manöverieren auf das Kies legen musste.
Zum Glück ging dabei nur der Rückspiegel in die Brüche, was Bea wohl ärgerte aber kaum störte.

Die letzte Etappe an diesem Nachmittag führte schliesslich nach Genua wo wir in der abendlichen Rush-hour an den Fährhafen gelangen mussten.
Souverän wie immer führte uns Jürg an und mahnte einige Kollegen scharf, in der Stadt dicht aufzuschliessen, um einander nicht zu verlieren.
Schaute wieder nach vorne, fuhr noch flugs im Zick-Zack bei Rot über eine viel befahrene Kreuzung und tauchte unvermittelt im Verkehr unter.

Die Gruppe fand dann den Hafen trotzdem auf Anhieb.
Hier erwartete uns bereits wieder Jürg (wie hat er alleine hierhin gefunden) und Fredi, der die Fahrt nach Genua auf direktem Weg unter die Räder genommen hatte.
Nach dem Einschiffen und Bezug der Kajüten genossen wir das Leben an Bord wie auf einer Kreuzfahrt.

Das Abendessen im ‚grossen’ Saal begann vielversprechend, war dann doch nicht ganz so doll – aber zumindest gemütlich und endete mit grossen Lachern, nachdem die Kellner unserem gemütlich essenden Marcel dauernd das Geschirr wegnehmen wollten, weil sie den Feierabend kaum erwarten konnten.

Bei sehr ruhigem Wellengang schliefen die meisten herrlich bis in die Morgenstunden wo uns die Sonne bei Porte Torres auf Sardinien erwartete.

Tag 3:

Wir mit unseren Motos aber auch all die Blechdosenfahrer wollten so schnell wie möglich von Bord, was folglich zu einem kleinen Gerangel führte.
Weil ausgerechnet die Barriere beim Hafenausgang in Porto Torres auch noch zu ging, mussten wir uns in Geduld üben.

Das führte zum Vorfall Nr. 2. Der Anlasser meiner Bulldog streikte hier zum 1. X und war auch mit gutem Zureden nicht zum Starten zu bewegen.
Jürg, Ingrid und Marcel hatten es zum Glück bemerkt und halfen mir Anschieben, was in dem ganzen Autochaos gar nicht so einfach war. Der grosse Rest der Gruppe fuhr in der Zwischenzeit wie zuvor abgemacht zum Tanken.
Unglücklicherweise verpassten wir nach diesem Zwischenfall diese Tankstelle, weshalb es ab diesem Zeitpunkt in 2 Gruppen weiterging.
Das Tagesziel war ja allen bekannt: Hotel Poseidonia im Hafenstättchen Arbatax an der südlichen Ostküste.

Diese Etappe führte uns zuerst auf gut ausgebauten Landstrassen, später über kurvenreiche Bergstrecken und Täler im Landesinnern auf eher direktem Weg zu unserem Aufenthaltsort in Arbatax. Das gab uns einen 1. Vorgeschmack wie weitläufig Sardinien eigentlich ist.

Die grössere Gruppe fuhr zuerst nordostwärts nach Castelsardo, dann an Olbia vorbei und der schönen Küste im Osten folgend auch Richtung Arbatax.
Dem GPS von Fredi gehorchend, landete der Tross schliesslich auf einer Schotterpiste mit unglaublich tiefen Schlaglöchern.
Trotzdem kamen alle gut am Zielort an. Vor Ort trafen wir mit Hans und Sepp zwei weitere MR-Freaks aus der Ostschweiz an, die bereits 3 Tage früher angereist waren und deshalb schon einige Strecken ausgekundschaftet hatten.
Im gemütlichen Garten des Hauses wurde das Bier ausgiebig genossen, Erlebnisse des Tages ausgetauscht sowie Pläne für die folgenden Tage geschmiedet.

Hier machten wir auch Bekanntschaft mit den bereits seit einigen Tagen auf Sardinien weilenden Vorarlberger MR-Kollegen aus dem Grosswalsertal.
Diese waren im grossen Stil mit ‚Besenwagen’ und einer Menge Ersatz-Reifen unterwegs. Wie die Fotos zeigen, ging es dabei recht lustig zu und her.

Plötzlich kam die Idee auf die Innenrohre der Schalldämpfer wo es ging auszubauen.
Mit Imbussschlüssel und Zange bewehrt machte sich Jürg mit den anderen an die Arbeit.
Mit der Duc von Guido, CBR von Thomas und der CBF von Fredi wurde angefangen.Die Vorarlberger machten natürlich gleich mit und bauten die KTM, Kawa und andere Geräte um.
Was beim darauffolgenden Angasen abging, klang für fast alle wie Musik in den Ohren.

Tag 4:

Man einigte sich in 2 Gruppen die Strassen der Insel zu erkunden und sich unterwegs an einem Ort zu treffen.

Das Treffen gelang dann aber nicht ganz nach Wunsch. Die Insel ist eben viel grösser als man allgemein annimmt und man kann sich so leicht verfahren und bis man es bemerkt, kann es dauern .... Zudem ist das Strassennetz und die Beschilderung z.T. etwas verwirrend angelegt.
Nun ich denke die meisten kamen trotzdem auf ihre Kosten und konnten die vielen Kurven auch so geniessen.

Im Verlaufe des Nachmittags kam es zu Vorfall Nr. 3:
nach einem missglückten Bremsmanöver in der Nähe von Villasalto (!) kam der Schreibende etwas von der Strasse und geriet auf einem grasbewachsenen Parkplatz ins Rutschen.
Passiert ist nicht viel, trotzdem: Lenker verbogen und Bremshebel hin was bedeutete: die Maschine stehen lassen und vorerst zurück ins Hotel.
Als Sozius bei Hans auf der Kawa fuhren wir ins etwa 1 Std. entfernte Hotel in Arbatax.

Dank dem Besenwagen der Vorarlberger Jungs konnten Hans, Sepp und ich gegen Abend die Maschine am Berg aufladen und in die Honda-Werkstatt nach Tortoli bringen.
Der Mech versprach sein Möglichstes zu tun, um Ersatzteile zu beschaffen. An dieser Stelle gebührt Hans und Sepp und vor allem auch den Vorarlberger MR-Kollegen ein ganz besonderer Dank für die spontane Hilfsbereitschaft.
Ich meine eine solche Kameradschaft ist fast einmalig und gibt es nur unter den Töfffahrern.
Zum Nachtessen fuhren wir mit dem zum ‚Autobus’ umfunktionierten Kastenwagen der Vorarlberger mit etwa 25 Mann/Frau an Bord ins Städtli.
Der Chauffeur fuhr extra recht zackig um die Kurven. Jedenfalls wogte es hinten kräftig hin und her und die Stimmung stieg mehr und mehr ....
Damit ging für mich und für die meisten Anderen auch ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Tag 5:

Heute früh verliessen uns Hans und Sepp bereits wieder, weil sie am Abend die Fähre in Porto Torres erreichen mussten.
Hans musste heim, um gleich auf eine weitere Tour in den Schwarzwald zu starten.

Langweilig wurde es uns deshalb aber nicht. Die Tagestour führte um den sardischen Nationalpark. Zügige Serpentinen nach Fonni, weiter nach Aritzo und Seui.
Ab hier führt eine unüblich rauhe, z.T. löcherige Piste auf die „Alp“, in den Nationalpark, an den berühmten hohen Felsen vorbei, entlang eines idyllischen Sees „Lago alto di Flumendosa“ und wieder zurück nach Arbatax.
Da war aber auch noch die Reparatur der Bulldog.
Mit vorhandenen Ersatzteilen der Honda-Werkstatt haben Jürg und Marcel zusammen mit dem Mech die Maschine so hingekriegt, dass sie wieder voll fahrtüchtig war.

Eine wahre Parforceleistung - Jürg und Marcel – habt einen Mega-Dank.

Die beiden nahmen anschliessend die ‚Verfolgung’ der am Vormittag gestarteten Kollegen auf und absolvierten exakt die gleiche Tour - einfach ein paar Stunden später.
Am Abend suchten wir nochmals die Pizzeria ‚la Baia’ auf, diesmal aber sicherheitshalber zu Fuss !!
Spätabends genossen wir den letzen Abend in Arbatax auf der grossen Terrasse des Poseidonia.

Auch die Vorarlberger Jungs waren wiederum anwesend und erzählten von ihren Strassenräubergeschichten vom Tag.
Einige hatten bereits neue Pneus aufgezogen, weil die alten schon durch waren (!!).

Tag 6:

Heute hiess es leider schon wieder einpacken und aufsatteln.

Zuerst ging es auf Abschiedstour an den Strand zu den bekannten ‚roten Felsen’ von Arbatax.
Nachdem alle ihre Fotos geschossen hatten, verliessen wir im Tross vorerst die Küste und machten uns auf ruhigen Landstrassen auf den Weg in Richtung Norden.

Dabei kamen wir mehrmals in Strandnähe bei Torgali und Orosei und konnten uns so am türkisblauen Meer nochmals satt sehen.

Nach dem Mittagshalt in Siniscola in einer kühlen Bar, ging’s über die vorerst sehr kurvenreiche Bergstrecke nach Bitti und Ozieri. Hier noch mal Pause und Tanken.

Für die letzte Etappe nach Porto Torres nahmen wir vorwiegend Schnellstrassen und Bahn, um rechtzeitig am Fährhafen zu sein. So blieb genügend Zeit um in der Hafenstadt nochmals einzukehren.
Die Gartenbeiz war bald einmal ausverkauft was die Brötchen anging - also hiess es improvisieren bzw. organisieren. Jedenfalls musste bis zur Einschiffung niemand verhungern.
Die Verladung ging hier sehr zügig vor sich, weil weit und breit kein Knochen im Frachtraum war.
Jeder zäumte sein Stahlross selbst an und ab ging’s unter die Dusche.
Beim Auslauf der Fähre genossen wir auf dem Oberdeck die schöne Abendstimmung und den Sonnenuntergang.

Beim Abendessen passierte Vorfall Nr. 4, der aber keine ernsthaften Folgen nach sich zog.
Isabelle setzte sich auf einen Stuhl, verschob diesen leicht und ‚rums’ lag sie am Boden. Der Stuhl war voll aus dem Leim gegangen und nur noch in Einzelteilen.
Für Stimmung war wieder gesorgt. Es hätte aber leicht auch anders ausgehen können.

Tag 7:

Ankunft in Genua bei kühler Witterung um 8 Uhr.

Nach einer kurzen Diskussion kam es zu einer allgemeinen Gesinnungsänderung, worauf sich die meisten Teilnehmer entschlossen die direkte Rückfahrt Richtung Tessin/Graubünden anzutreten.
So entfiel der zuerst vorgesehene zusätzliche Tourentag in Norditalien.
Nach endlos sich aneinander reihenden Ampeln in Genua bis zur Abzweigung Richtung Apennin / Alessandria mussten wir uns in Geduld üben.
Beim Kaffeehalt in Ovada kam Jürg auf die Idee das in der Nähe liegende Castellazzo Bomida mit der Gedenkstätte der verunglücken Motorradfahrer aufzusuchen. Beinahe wäre uns die Kirche vor der Nase geschlossen worden, hätte uns die Messmerin auf unsere Bitte nicht nochmals geöffnet. Es ist schon recht eindrücklich was man da zu sehen bekommt und stimmt fast jeden etwas nachdenklich.
Danach ging’s im Eiltempo über die Poebene Richtung Lago Maggiore und schliesslich nach Domodossola. Von dort zweigten wir ins Centovalli ab, wo wir beim grossen Dom in Sta. Maria Maggiore den letzten Halt mit der ganzen Gruppe einschalteten. Die Vorfahrt und Aufenthalt einer Gruppe von gegen 20 Ferraris und sogar eines Lambo Gallardo sorgte für angeregte Diskussion und Bewunderung.
Danach verabschiedeten sich Jürg und Ingrid, Alois und Silvia, Thomas und Isabelle, weil diese im Tessin blieben. Auch Peter war jetzt nicht mehr zu halten und verabschiedete sich Richtung Wil SG. Der Rest der Gruppe mit Bea, Marcel, Reto und Irma, Fredi, die beiden Guido’s und der Schreibende machten sich auf den Heimweg zum San Bernardino – Bea und Marcel zudem über den Pass (brrr..) - na ja, jeder wie er will. Im Walserhof zu Medels kehrten wir zum letzten mal ein und genossen ein vorzügliches Nachtessen.

Fazit:

Insgesamt wurden von uns weit über 2000 km abgefahren. Ein eher geringer Teil davon auf Schnellstrassen oder Autobahnen.

Die Strassen auf Sardinien sind von ausgezeichneter Qualität. In dieser Jahreszeit zudem praktisch leer, kaum Lastwagen.
Hingegen trifft man immer wieder Motorradfahrer mit zumindest während der Woche vorwiegend ausländischen Kennzeichen an.
Deshalb ein eigentliches Paradies für Zweirädler.

Für die von den Organisatoren bei Antritt Reise vorgesehenen Ausflügen nach Cagliari, Sassari oder das Aufsuchen von Sehenswürdigkeiten wie eine der vielen Tropfsteinhöhle, bestand wenig Interesse. Dazu war die eigentliche Aufenthaltsdauer auf der Insel vermutlich etwas zu kurz.
Die meisten Tourteilnehmer wollten vor allem eines - die geilen Kurven und Strassen der Insel sehen und erfahren – was dann auch tatsächlich stattfand.
Das Hotel in Arbatax war voll in Ordnung und zudem sehr preiswert.
Die beiden Mädels Rosi und Christine von der Reception / Bar und selbst der Chef sind nett und zuvorkommend, verbreiten eine gute Stimmung und sind immer hilfsbereit.
So soll es sein !

(cweb/mleu)

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