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MCC 3-Tage-Tour nach Kärnten (Slovenien,Friaul,Trentino) vom 17. & 19. Juli 2015

 


 

Die Reisevögel: Jürg, Marko, Guido G. und Marcel, total also 4 Töff und 4 Teilnehmer.

 

Tag 1: Freitag 17. Juli 2015

Chur, L’heide, Flüela, Pillerhöhe, Timmelsjoch, Jaufen, Würzjoch, Furkelpass, Staller-Sattel, Maria Hilf. 468 Km


Wir starten früh nach 08.15 Uhr ab Motel Chur. Es herrscht ein wolkenloses Wetter, das wir auch beim ersten Halt auf der Piller Höhe geniessen. Um an dieses Ziel zu gelangen, ging es zügig voran durch das Unterengadin und das Oberinntal bis Prutz, hier rechts die steile, schmale Strasse (18%) hinauf. Zügig, ausser beim letzten Abschnitt am schmälsten Teil des Aufstieg’s.
Hier bremst uns ein älterer Merz-Gabi Fahrer aus.

Er lässt uns nur knapp passieren und zum Schreck für ihn kommt auch noch ein Lieferwagen entgegen. Die Fahrkünste des Greisen genügen nicht, Platz zu machen oder retour zu fahren. So ergibt sich eine längere Sperrung dieses Teilstückes.
Doch wir sind schliesslich durch, so geht uns diese Situation nichts mehr an.

Oben ist es erstaunlich, wie der Ausflugsort (vor Jahren noch Jürg‘s ruhiger Aussichts- und Geheimtipp) ausgebaut wurde. Arbeiter bauen ausgedehnte Parkplätze und das riesige Restaurant thront bereits seit 2-3 Jahren hier. Die Menüauswahl ist beschränkt, ausserdem wird für eine neue Beschattungsanlage gesammelt (sie sei vom letzten Sturm zerstört worden). …

Es geht weiter, ohne Hast doch recht zügig, Richtung Imst. Hier biegen wir ins Ötztal ein, Richtung Timmelsjoch.
Beim Aufstieg dorthin, so etwa nach Sölden, erfährt Guido einen riesen Schock. - Dies bei zügiger Fahrt, in einer langgezogenen Linkskurve. Es steht ein PW mit Anhänger bockstill auf der Strecke.
Dies Hänger-Gespann will nach links abbiegen, hat richtigerweise schön ein gespurt, knapp an die Sicherheitslinie und wartet auf eine Lücke beim Gegenverkehr.
Guido erwischt glücklicherweise noch gekonnt der rechte freie Teil der Strasse. Durch das unerwartete Hindernis hat sich der Puls kurz etwas erhöht.

Dann kommt eine Baustelle mit abwechselndem Einbahnverkehr und dann das grosse Portal für die Maut. Wir haben bezahlt und erhalten dafür freie Fahrt.
Doch was soll das, die Autos kriechen mit knapp 40-50 Km/h hinauf. Wahrscheinlich wollen diese «Sonntagsfahrer» die Strecke möglichst lange geniessen. Für uns den Vorteil, wir haben was zu tun - zu überholen.
Der Nachteil, wir werden sehr oft ausgebremst und zwar genau vor den schönsten Kurven. Trotzdem ist es ein feiner, wundervoller Genuss auf dieser Strecke.

Bild1: JaufenOben finden wir links ein Restaurant und bestellen bei der aufgestellten jungen Serviertochter Spaghetti und Schnitzel.
Trotz schönstem Wetter sitzen wir innen. Aussen wäre es auch hier oben zu heiss.

Gestärkt passieren wir den Tunnel, unter dem Gipfel durch und gelangen so ins Südtirol. Wir stechen den Pass hinunter bis zur neuen Tankstelle am Anfang des Passeiertals in Acquisto.
Hier gibt es auch das Dessert, ein Stängelglacé, denn es ist wieder drückend heiss.
Knitti und Jürg beschäftigen sich zusätzlich noch mit einem Service am Töff. Sie kontrollieren den Luftdruck, reinigen die Windschutzscheibe und sind wieder sehr zärtlich zu ihrem Gerät (nachdem sie ihm gehörig die Sporen spüren lassen haben).

So, nun weiter hinunter in noch wärmere Gefilde nach St. Leonhard. Hier links - hinauf auf den Jaufen – ein herrlicher Pass. Viele Kurven … und es wir kühler.
Ohne anzuhalten (wieso auch, wenn es so schön ist) stechen wir hinunter nach Sterzing. Hier verlieren sich meine geografischen Kenntnisse. Wahrscheinlich sind wir nun im Val Pusterla Richtung Bruneck.
Auf jeden Fall findet Jürg einige sehr interessante Pässli, die ich noch nie gehört habe. Wir winden uns in einem schmalen Tal auf einem holperigen Untergrund hinauf. Wir passieren viele schmale Holzbrücken, so dass das kleine wilde Bächli mal links, mal recht von uns entgegen plätschert.
Mein Gedanke verstärkt sich jede 250 m, dass bald ein Kies- und Wanderweg folgt. Doch gelegentlich kommen noch Ausflügler im Auto entgegen.
Solange das so ist, ist die Strecke noch befahrbar. Wahrscheinlich ist dies das Würzjoch.

Oben angekommen schaut sich Jürg kurz um, findet eine neue schmale Stelle zum durchfahren und zischt ab. Es ist der Furkelpass – dieser wird lustig.
Auf halber Strecke stehen Autos in einer Kolonne. Wir überholen vorsichtig und erkennen, dass vorne auffällig eine grosse rote Ampel droht. Dann kommen Autos entgegen, wir müssen uns etwas schmal machen und kommen so in Kontakt (verbal) mit zwei Deutschen Töfffahrern. Es ist ein Saxe aus Dresten und ein Bayer.
Wir steigen vom Motorrad und beraten, wenn es wohl grün werden könnte. Dann wird das Gesprächsthema sogar politisch, so über Griechenland und so … Ich bleibe sachlich und der Situation angepasst.

Nach meiner Interpretation der Infotafel kann man alle 45 Min. für den Zeitraum von 15 Min. hinauffahren - und es ist nun 1 Min. davor. Ich kann meine Kollegen motivierten, langsam wieder den Helm zu montieren – und bereits wird es grün.
Grüüün!! rufe ich – und explosionsartig hechtet Jürg auf sein Gerät und ist gleichzeitig schon weg. Knitti und ich starten innerhalb einer knappen halben Sekunde, beinahe parallel und Guido folgt uns am Hinterrad.
Er beobachtet noch, dass einer der Deutschen ebenfalls bereits abzischt, sein Helm jedoch während der Fahrt noch auf zu setzen versucht. Ob er es schafft entzieht sich unseren Kenntnissen.

Bild1: St.Martin ThurnEs gibt ein super Rennen hinauf, im Wissen, dass kein Gegenverkehr droht …. Oben angekommen, mündet das zeitlich wechselnde Einbahnpässli wieder in eine breitere Standardstrasse. Wir machen einen kurzen halt und es krümmt uns vor Lachen über die vorige Situation. Was wohl die Touristen in den Wohncampern und den Autos am Start gedacht und beobachtet haben müssen? …

Wir fahren links Richtung Staller-Sattel. Oben geniessen wir die schöne Aussicht und genehmigen uns ein Getränk im Restaurant. Es muss so gegen 17.00 Uhr sein.
Nach kurzer Zeit sehen wir hinter den Dolomiten Blitze zucken. Dort sind auch dunklere Wolken aufgezogen. Das macht uns nichts, denn Tendenziell müssen wir eher links, in die Richtung da es noch etwas heller zu sein scheint.
Wir lenken unsere Geräte die Pass- und Alpstrasse hinunter. Unten in der Fläche, in St. Jakob, fahren wir an einem einfacheren Restaurant/Hotel vorbei. Kurzer Halt und Beratung. Bild1: Alpengasthof St.MartinNein, es ist erst 18.00 Uhr und trocken. Obwohl, vorne sieht es schon echt bedrohlich schwarz aus. Wir fahren weiter. Ev. finden wir das empfohlene Hotel der Deutschen.

Wir kommen ca. 3 Km weit, dann zucken weitere Blitze, und – wuff, wir befinden uns in einem heftigen Gewitter. Auf die Klötze, wenden los! Bild1: Alpengasthof St.MartinWir kehren augenblicklich ins Trockene zurück, zum verschmähten Hotel, zum Alpengasthof Zollwirt. Kaum sind wir abgestiegen, kommt uns eine junge Dame entgegen, stellt sich als Beizerin vor, fährt ihr schwarzer Merz aus dem Unterstand, so dass wir unsere Maschinen dort parkieren können.
So ein netter Service, … dann müssen wir wohl auch hier bleiben. Bald fängt es sogar zu regnen an, wir bleiben tatsächlich.
Es sind grosse, alte Zimmer, aber i.O. Wir treffen uns dann wider im Restaurant im Parterre. Obwohl das Gebäude sehr urchig, ja fast archaisch aussieht, erhalten wir vor dem Essen erstaunlicherweise einen W-LAN Code. Sofort kontrollieren wir alle unsere News. Doch, kaum eingeloggt, erhalten wir vom Tisch gegenüber schon eine scharfe Reaktion.

Ein Deutscher mit seiner Familie (drei Teenie-Töcher) hat uns beobachtet und kann sich nicht zurückhalten. Aha – wir kommen gemeinsam, setzen uns gemeinsam hin und schauen alle einzeln in sein eigenes Handy. Genau das hat er seinen Töchtern verboten. Na, bei uns ist es schliesslich ganz was anderes, entgegnen wir. Wir senden einander die geknipsten Bilder zu und kommunizieren somit.
Jürg erklärt dem Störenfried, dass er seine Infos auch beruflich benötigt. – Ja, genau das hätte er auch gesagt, entgegnet der Deutsche. … Ein relativ angeregtes Gespräch entwickelt sich über die Tische. Erst als wir unseren frischen Gartensalat erhalten, sind wir wieder still und unter uns – aber recht hat er ja.
Wir essen gut und genug und genehmigen uns auch noch ein-zwei gute Grappas.
Der Beizer hätte auch noch einigen Eigenbrand sehr prominent ausgestellt, den wir jedoch nicht riskieren wollen.

 

Tag 2: Samstag 18. Juli 2015

Maria Hilf/St. Jakob, Felbertauern-Tunnel, Pinzgau, Zell am See, Grossglockner, Iselsberg Pass, Gailbergsattel, Nassfeldpass, Passo di Promillo, Wurzenpass, Bovec, an einem Bade-See vorbei, verschiedene Pässli, Cortina d‘Ampezzo. 510 Km.

Am Morgen ist es wieder strahlend blau und trocken. Um den Grossglockner zu nehmen, müssen wir eine Schlaufe Richtung Felbertauern-Tunnel ins Pinzgauer-Tal nach Zell am See ziehen. Sonst würden wir uns schliesslich, auf der Kärnten Tour, vom Zielgebiet entfernen.

Auf dieser Strecke fällt uns auf, dass die Strassenführung nicht besonders interessant ist und wir dadurch eher schlendern. Ausser, ein Auto bewegt sich vor Jürg. Dann wird er wie von einem Magnet angezogen, wird rassiger und schneller und muss ihn schliesslich unbedingt überholen. Dies ist eine sich wiederholende Tatsache.
Noch interessanter wird es nun, es überholt uns eine schnelle Gruppe Tourentöffs. Doch sie kommen nur knapp bis zu Jürg und das Tempo wird sofort drastisch erhöht. Sie schaffen es nicht, Jürg zu schnappen. Sie geben auf indem sie unauffällig links in eine Tankstelle einbiegen.
Nun verringert sich die Geschwindigkeit wieder auf ein mässiges Tempo.

Bild1: GrossglocknerAm Grossglockner (12-14%) die Maut bezahlt, wiederholt sich die Situation wie am Timmelsjoch.
Die Sonntagsfahrer geniessen die Fahrt mit 39-49 Km/h und wir erhalten wieder einiges zu Tun. Schön ist es.
Oben biegen wir sofort auf die Franz-Josefs Höhe zum Aussichtspunkt. Dort herrscht jedoch ein wirkliches Chaos, alles ist voll und überstellt. Autos, Sportwagen und massenweise Töffs. So viel Volk habe ich in meinen drei Erfahrungen hier oben noch nie gesehen.
Es ist Wochenende, Ferienzeit und alle wollen hinauf, die kühlere Witterung geniessen. Knitti und ich genehmigen uns komfortabel im Restaurant ein Getränk. Jürg und Guido kaufen sich am Kiosk was Flüssiges und schauen sich sonst etwas um.

Bild1: BovecWegen dem stockenden Verkehr hier hinauf, fällt ein Amateur-Motorradfahrer in der Kurve um. Schnell wird er wieder aufgestellt, die Bruchteile beiseite geworfen und weiter gefahren.

Wir wollen auch wieder auf die Strecke und machen den anderen Ausflüglern Platz. Auch den Grossglockner und das Mölltal hinunter zu brausen ist echt klasse. Und nochmals schön ist es am Iselsberg Pass (10%, 1204 müM), am Gailbergsattel (12%, 902 müM), am Nassfeldpass (15%, 1530 müM) und dem Passo di Promillo (12/15%).
Dann Richtung Villach über den Wurzenpass (1073 müM), das Tal Soca (17%) hinunter nach Bovec. Hier gibt es endlich mal wieder eine Pause.

Die Weiterfahrt gestaltet sich etwas schwieriger. Wir geraten wieder das Soca-Tal hinauf und Jürg hat eine ganze Weile, bis er im Navi die nächsten sinnvollen Ziele eingeben kann.
Es folgen ein schöner Badesee und andere kleinere und steilere Pässli hinauf und hinunter. Sämtliche sind so Vivione ähnlich.
Ein Pässli jedoch muss erwähnt werden (den Namen entzieht sich meinen Kenntnissen), es geht besonders schmal und lange hinauf und noch länger und schmäler hinab, wahrscheinlich unter die Meeresspiegel-Höhe. Alle geniessen die spezielle Situation, ausser Knitti, er hat langsam genug davon.

Dann um ca. 18.00 Uhr sind wir wieder in einem offeneren Tal, in der Zivilisation. Hier fahren wir Frontal in ein recht kräftiges Gewitter hinein. Jürg fährt unbeirrt weiter. Er scheint zu wissen, dass es wieder besser wird – und wir hoffen es. Wir sind nun bereits klatsch nass, ausser Jürg, er hat seine grosse Regenscheibe hinaufgedrückt.
Glücklicherweise behält Jürg recht und wir trocknen uns im Fahrtwind wieder langsam ab.

Bild1: Cortina d’Ampezzo Schlussendlich kommen wir in Cortina d’Ampezzo an. Dem Lieblingsziel von Knitti, das wir ihm gestern noch auszureden versuchten. Es sei doch nichts Besonderes, wüst und alt und …. Jürg kurvt zum erstbesten Hotel, dem Hotel Cortina.
Wir haben Glück. Es sind noch ein DZ und zwei EZ frei. Die Zimmer sind einfach aber ok, sowie auch der Preis. Nach dem Frischmachen Pflege am Töff. Kette schmieren und das Profil kontrollieren (bei meinem HR wird es immer weniger).

Nun besichtigen wir das bekannte Dorf (1‘211 müM). Eigentlich ist es überraschend ansprechend mit den schön gepflegten Gassen und der Aussicht auf die nahen, mächtigen Dolomiten. Bild1: Cortina-d'Ampezzo_ld_GlasseverkaufEs ist auch geschichtsträchtig - Olympische Winterspiele 1956 und viel Prominenz waren schon hier – und nun kommen wir.
Auch die milde Witterung trägt zum Wohlbefinden bei.

In einer Pizzeria werden wir von einem jungen, politisch unkundigen Kellner bedient. Er kennt nicht einmal die Angela Merkel.

Nach zwei kräftigen caffé-corretto ziehen wir uns dann wieder ins Hotel zurück. Müde und zufrieden. Von Regen keine Spur.

 

Tag 3: Sonntag 19. Juli 2015

Cortina d‘Ampezzo. Zala, Manghen, viele kleine Pso., Mendola, Tonale, Gavia, Stelvio, Umbrail, Ofen, Albula, L’heide. 520 Km.

Auch am Morgen ist das Wetter weiterhin schön und wolkenlos. Rund um das Sellagebirge im Südtirol befindet sich wahrscheinlich viel Ferien-Verkehr. Hinter diesem wollen wir nicht anstehen. Darum fahren wir eher südlich.

Als Erstes nehmen wir den Zala.
Trotz dieser Spezialstrategie herrscht viel Verkehr auf unserer Route. Wir nehmen ausserdem viele neue Pässli, die ich nicht nachvollziehen kann. Doch es soll Richtung Heimat gehen.

Nun aber grosse Freude, wir nehmen den Manghen (2047 müM). Die Freude währt nicht lange, denn es ist kein Genuss heute.
Velofahrer, viele Töff‘s und Büchsen-Sonntagsfahrer (Autos). Sogar Wanderer verstopfen die Strasse. Oben ist alles, links und rechts der Strasse, voll.
Wir fahren ohne anzuhalten (wo denn auch) weiter und machen eine Mittagspause unten beim Seilpark im Castello-Molina (di Fiemme). Unterdessen ist es 13.30 Uhr.

Wir bestellen Pasta Bolognese für vier und erhalten eine Riesenschüssel auf den Tisch. Es schmeckt hervorragend und wir erhalten auch wirklich genug.
Dann müssen wir schnell weiter, denn der Weg ist noch weit.

In Bozen machen wir einen kurzen Halt auf einem Parkplatz für das Studium - wo geht es weiter?
Jürg findet einen schnellen Weg zum Mendelpass (1363 müM) und zum Tonale (1883 müM). Hier ist es wieder echt spassig.
Griffiger Belag, langgezogene Kurven, einige Autos und Töff‘s und ein super Rennen hinauf.
Ich habe Guido beobachtet, er liegt echt gerne und gut in die Kurven.

Oben zur Entspannung und für das Benzingespräch ein Getränkehalt. Dann weiter über den Gavia (2621 müM). Hier überholt uns eine sportliche «Agusta».
Bild1: Stelvio-UmbrailBevor er jedoch an Jürg vorbeiziehen will, kommt dummerweise eine Baustelle mit Rotlicht. Jürg und der junge Agusta-Driver sind bereit an Poole Position. – Grüün, waaaam, Jürgs BMW heult auf und er ist weg.
Der Agustafahrer wird durch den Luftdruck (von Jürg‘s Auspuff, die wie eine Düse wirkt) durchgeschüttel, sieht ziemlich verdutzt drein und braucht mindestens 5 Sekunden (gefühlete 20 Sek.) bis er realisiert wie ihm geschehen ist. Nun erst kann er seine Gänge sortieren und sich in Bewegung setzen (na endlich).

Dann hinauf Richtung Stelvio bis Anfang Umbreil (2501 müM). Hier nochmal ein Halt.

Marko ist bereits wieder müde. Doch es geht ihm bald wieder besser, denn es wird stetig wieder kühler, verspricht er uns.

Dann der Ofenpass. Davor, in Tschierv einen schnellen Tankstopp.
Vorne sieht der Himmel dunkel aus, wahrscheinlich Regen. Doch wir nehmen auch den Albula noch im Trockenen.

In Filisur gehen wir im Restaurant Grischuna etwas Essen, ziemlichen Hunger hat sich eingestellt.
Der Beizer freut sich uns zu sehen und macht uns einen Menüvorschlag zu einem guten Preis. Kalbshaxen mit Safranreis und Garnitur.
Wir lachen noch über die Agusta, besprechen die Fahrt und geniessen das Essen. Als es anfängt zu dämmern, machen wir uns wieder auf den Weg, damit wir noch im Hellen heim kommen. Die dunkeln Wolken haben sich unterdessen verzogen.
Wir nehmen noch die Lenzerheide und sind bald daheim. Es ist ca. 22.00 Uhr als wir uns beim Rosenhügel verabschieden. Ich bringe meine Sugi in die Garage und fahre mit dem Velo heim. Daheim komme ich klatsch nass an, denn gerade während dem Versorgen hat es heftig angefangen zu regnen.

Ich bin froh, wieder daheim zu sein. Ich bin genug gefahren heute. Auch am anderen Tag spüre ich meine Töff-Handgelenke noch deutlich.

 


 

Total haben wir 1‘498 km hinunter gespult.
Mein Hinterreifen hat gut durchgehalten, die Angstmacherei war für nichts. Lediglich auf der Seite ist das Profil fast flach (für die Polizei - so etwa auf dem TWI).


Danke an Jürg für die Organisation, die Tourenführung, die spontanen Einfälle wie die Streckenführung noch verbessert werden kann. Auch die vielen namenlosen Pässli waren klasse.

Danke an Guido, er hat uns den Navi-Auszug zur Verfügung gestellt.

(mleu)